PV-Montage
Photovoltaik lässt sich auf Welleternit sicher montieren – befestigt wird über Stockschrauben, die im Wellenhochpunkt durch die Platte in die darunterliegende Holzkonstruktion (Pfetten oder Sparren) gesetzt und mit dauerhaften Dichtungen abgedichtet werden. Entscheidend sind drei Punkte: ein tragfähiger Plattenzustand, die Klärung der Asbestfrage bei älteren Dächern und eine geprüfte Statik. Wer diese Punkte sauber abarbeitet, erhält eine dichte, langlebige Anlage.
Welleternit, also Faserzement-Wellplatten, ist auf landwirtschaftlichen Gebäuden, Hallen und Nebengebäuden in ganz Österreich weit verbreitet. Die Platten selbst tragen keine Lasten aus der PV-Anlage – sie sind nur die Wetterhaut. Die Befestigung muss daher immer bis in die tragende Unterkonstruktion reichen.
Wichtig ist die Lage der Befestigungspunkte: Sie müssen zur darunterliegenden Pfettenlage passen. Vor der Montage wird daher die Konstruktion aufgemessen, damit jede Stockschraube wirklich Holz und nicht nur die Platte erwischt.
Der wichtigste Unterschied zu anderen Dachtypen betrifft das Alter der Eindeckung. Faserzement-Wellplatten, die vor dem österreichischen Asbestverbot von 1990 verbaut wurden, können Asbest enthalten. Neuere Platten sind asbestfrei. Da bei der PV-Montage in die Platte gebohrt wird, ist diese Unterscheidung sicherheitsrelevant.
Im Zweifel empfiehlt sich eine Begehung mit fachlicher Einschätzung, bevor über die Montageart entschieden wird. Eine ehrliche Beratung spart hier spätere Probleme.
Wie bei jedem Dach muss auch bei Welleternit die zusätzliche Last aus Modulen, Schienen und Schnee zur Tragfähigkeit der Konstruktion passen. Faserzementdächer auf älteren landwirtschaftlichen Gebäuden haben oft schlanke Pfettenlagen – die Resttragfähigkeit ist daher genau zu prüfen.
Gerade die Durchsturzgefahr macht Faserzementdächer zu einem sensiblen Arbeitsumfeld. Die Absturzsicherung sollte deshalb von Anfang an mitgeplant werden – idealerweise gemeinsam mit der PV-Anlage, damit dauerhafte Anschlagpunkte gleich richtig sitzen.
Ja. Welleternit (Faserzement-Wellplatten) ist ein gängiger Untergrund für Photovoltaik. Befestigt wird über Stockschrauben mit passenden Dichtelementen, die im Wellenhochpunkt durch die Platte in die darunterliegende Holzkonstruktion gesetzt werden. Voraussetzung sind ein tragfähiger Zustand der Platten und eine geprüfte Statik.
Faserzement-Wellplatten, die vor dem österreichischen Asbestverbot von 1990 verbaut wurden, können Asbest enthalten. Neuere Platten sind asbestfrei. Bei Altdächern sollte der Zustand vor Arbeiten geklärt werden, da das Anbohren asbesthaltiger Platten besonderen Schutzmaßnahmen unterliegt.
Stockschrauben werden im Wellenberg gesetzt, niemals im Wellental, und tragen immer in die Unterkonstruktion – nicht in die Platte selbst. EPDM-Dichtungen halten die Durchdringung dicht. Wichtig sind außerdem die Lage der Pfetten, die Schraubenlänge und eine dauerhaft regendichte Ausführung.